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Interview der Woche!



| Matej Hopp / Christoph Gruböck

Diese Woche im Gespräch mit Aron Tomann.

Wie geht es dir?

Aron: „Danke, mir geht es den Umständen entsprechend sehr gut. Ich befinde mich, wie jeder andere auch, Zuhause und halte die Beschränkungen selbstverständlich ein. Durch die gesetzlichen Verordnungen kann ich mich jetzt noch intensiver mit meiner Masterthesis auseinandersetzen und diese zu Ende bringen. Wir haben außerdem das Privileg, dass unsere Wohnung mit einer großen Terrasse ausgestattet ist, was die Selbstisolation ein wenig erträglicher macht.”

Du bist ja erst kürzlich wieder in das Spielgeschehen eingestiegen(Anm.: Kreuzbandriss in der Vorsaison) - wie bitter ist der Saisonabbruch für dich persönlich?
Aron: „Sehr bitter! Nach der langen Zwangspause aufgrund meiner Knieverletzung und der Entscheidung, mich im Sommer auf neue berufliche Herausforderungen zu konzentrieren, war ich umso motivierter noch einmal alles für die Mannschaft und den Verein zu geben. Dass die Zeit beim UHK jetzt so abrupt ein Ende gefunden hat, ist natürlich schade. Ich denke, dass wir in den Play-Off-Spielen einen emotionaleren und dadurch besseren Handball gezeigt hätten als in den Spielen zuvor. Wie auch immer, es gibt in der aktuellen Situation tragischeres als persönliche Befindlichkeiten.”

Du bist ja schon länger beim UHK. Wie beurteilst du die Entwicklungen des Vereins in den letzten Jahren?
Aron: „Der Verein hat sich nicht nur sportlich, sondern vor allem in den Bereichen Jugendarbeit und dem Mannschaftsumfeld weiterentwickelt. Aus der Sicht eines Spielers muss man hier auf jeden Fall die Kooperation mit der IMC Fachhochschule Krems hervorheben. Als ich zum Verein kam, gab es nur einen Physiotherapeuten und dieser war den erfahrenen Spielern vorbehalten. Durch die Unterstützung der Physiotherapie-Student*innen, gibt es für jeden Spieler Möglichkeiten sich unter der Woche behandeln zu lassen. Auch die Kooperation mit dem INJOY Krems trägt dazu bei, dass unter professionelleren Gegebenheiten trainiert werden kann.”

Du bist bereits berufstätig und studierst zusätzlich noch a.d. Uni - inwiefern hat sich die Krise in diesen Bereichen auf dich ausgewirkt?
Aron: „Durch die gesetzlichen Verordnungen wurde in beiden Bereichen auf Remote-Lehrveranstaltungen bzw. Home-Office umgestellt. Die Auswirkungen fallen für mich persönlich relativ mild aus, da ich neben der Masterarbeit, nur mehr eine Lehrveranstaltung habe, die jetzt per Videokonferenz abgehalten wird. Die Präsentation meiner Masterarbeit wird voraussichtlich ebenso per Videokonferenz stattfinden. Beruflich gibt es kaum Veränderungen, wir tauschen uns über Telefonate aus und können über einen gemeinsamen Server auf die Unterschiedlichen Projekte zugreifen.”

Du wirst deine Handballkarriere beenden - was waren die ausschlaggebenden Gründe hierfür bzw. wie lange hast du gebraucht, um diese Entscheidung für dich zu treffen?
Aron: „Da ich im Sommer mit meinem Masterstudium abschließen werde, habe ich mich entschieden, mich voll und ganz auf den Job zu konzentrieren. Diese Entscheidung war keinesfalls einfach, da es gleichzeitig bedeutet, dass man seine Freunde nicht mehr täglich sieht und seinem Hobby nicht mehr vor so einem Publikum nachgehen kann. So ein Gedanke entsteht nicht an einem Tag, sondern ist ein langwieriger Prozess. Die endgültige Entscheidung habe ich Ende Februar getroffen.”

Was sind deine nächsten „career goals“?
Aron: „Das oberste Ziel ist es jetzt erstmal viel zu Lernen und Erfahrungen zu sammeln, in einem Unternehmen, in dem man sich wohlfühlen und weiterentwickeln kann. Früher oder später möchte ich eine Führungsrolle im finanziellen Kontext eines Unternehmens einnehmen.”

Wirst du auch weiterhin die Spiele des UHK verfolgen?
Aron: „Auf jeden Fall. Ich habe ja noch viele Freunde, die beim UHK aktiv sind. Ich denke, dass die Mannschaft und der Verein den durch persönliche Entscheidungen und Corona-bedingten Umbruch gut verkraften wird und weiterhin attraktiven Handball zeigen wird.”

Abschließende Worte an die UHK Familie?
Aron: „Vielen Dank für die Unterstützung in den letzten Jahren! Damit wir bald wieder Handball in den Hallen sehen können und zum Wohle der Gesellschaft, bitte ich euch die gesetzlichen Verordnungen einzuhalten.”