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UHK kam an Hard nicht vorbei



| Christoph Urbanek, Thomas Mayer

Nur wenige Tage nach dem Qualimatch zum EHF Cup traten die „Roten Teufel“ des ALPLA HC Hard am Dienstag den Weg in die Wachau an, der ihnen aus den Finalduellen der Vorsaison ja sehr gut bekannt ist. Zuletzt gelang den Vorarlbergern aber der Sieg im Supercup, daher waren die Männer des ERBER UHK Krems von Beginn weg hoch motiviert zuhause zu gewinnen. Zur Überraschung der Kremser Fans war Fabian Posch trotz Sehnenriss mit von der Partie.

Die Heimischen präsentierten sich in der Anfangsphase wurfsicher und aufmerksam, konnten die Harder in der Abwehr auf Distanz halten. Thomas Kandolf stellte mit einem sehenswerten Präzisionswurf in die rechte Torecke auf 3:2 (7. Minute) und riss die Handballfans von den Sitzbänken. Die Fehlpässe der Kremser in den Minuten darauf, nutzten die Harder beinhart aus und stellten auf 4:5 (14. Minute) und 5:6 (17. Minute). Michal Shejbal bewahrte den UHK zwischenzeitlich vor einem größeren Rückstand und parierte einen Siebenmeterversuch von Michi Knauth.

Trotz toller Stimmung in der Halle, kam die Truppe von Ibish Thaqi nicht recht in Tritt, produzierte technische Fehler und wirkte verunsichert. Die Harder hingegen spielten sehr selbstsicher auf und brachten sich mit 6:10 (24. Minute) und 6:11 (25. Minute) klar voran. Auch das Team-Timeout vom Krems-Coach brachte keinen zählbaren Umschwung im Spiel. Gut eingestellte Harder hatten es so gegen fehleranfällige Kremser in Hälfte eins leichter als sich das die UHK-Fans gewünscht hätten. Erst Treffer von Lucijan Fižuleto und Kapitän Marko Simek knapp vor Pausenpfiff brachten Krems wieder näher an die Harder heran. Pausenstand 9:12 für die Vorarlberger.

So richtig auf Touren kamen nach Seitenwechsel erstmals die Fans und sorgten für eine tolle Handballatmosphäre. Davon getragen parierte Michal Shejbal seinen zweiten Siebenmeter und sorgte für mehr Sicherheit in der Kremser Abwehr. Das 12:13 (37. Minute) besorgte Lucijan Fižuleto und Thomas Kandolf das 13:14 (40. Minute). Aber der Ausgleich wollte einfach nicht gelingen. Kaum war der UHK wieder im Spiel angekommen, sorgten technische Fehler und eine Zeitstrafe gegen David Nigg, wieder für klare Verhältnisse für die Gäste (13:16; 44. Minute).

Genauso wie der Kremser Anhang, steckte auch der ERBER UHK Krems rund um Marko Simek (insgesamt 6 Treffer) trotz Rückstand nicht auf. Der Kapitän sorgte selber dafür, dass Krems mit den Toren zum 15:17 (50. Minute) und 16:17 (51. Minute) an Hard dran blieb. Diesen letzten Aufwind im Kremser Spiel zerstörte Ivan Horvat im Alleingang mit seinen Toren für die Vorarlberger zum 16:18 (52. Minute), 16:19 (53. Minute) und 16:20 (54. Minute). Ab hier war klar, dass für Krems gegen die stabilen Harder heute leider keine Revanche für das verlorene Supercup-Finale möglich war. Ein deutlicher 19:22 Sieg für Hard war am Ende nicht zu verhindern.
 
Marko Simek, ERBER UHK Krems: „Auch wenn uns Miko heute einige Male im Spiel gehalten hat mit seinen Paraden und wir nur 23 Gegentore bekommen haben, sind wir nicht in unser Spiel gekommen. Wir sind zu viel in eins gegen eins Aktionen hängengeblieben, und sind so nicht dazu gekommen den Ball schnell weiterzuspielen. Daher auch nur 19 Tore heute, das ist natürlich zu wenig gegen Hard.

Michael Knauth, ALPLA HC Hard: „Wir haben heute ein echtes Kampfspiel hier in Krems gewonnen und konnten den Aufwind vom Europacup ausnutzen. Voller Einsatz von beiden Mannschaften bis zur letzten Minute hat uns bis zum Schluss gefordert. Zeitweise war auch auf beiden Seiten Chaos pur, in dem wir Gott sei Dank die Oberhand behalten haben.

spusu LIGA 2019/20 Hauptrunde 8
ERBER UHK Krems vs ALPLA HC Hard 19:23 (9:12)
Dienstag, 15. Oktober 2019, 19.00 Uhr, Sport.Halle.Krems

Die U20 Mannschaften trennten sich 30:22 (15:12).

Torschützen ERBER UHK Krems: Marko Simek (6); Thomas Kandolf (4); Gabor Hajdu (3); Lucijan Fižuleto (2); David Nigg (1); Oliver Nikic (1); Fabian Posch (1); Gunnar Prokop (1)

Torschützen ALPLA HC Hard: Ivan Horvat (7); Tine Poklar (4); Luca Raschle (3); Boris Zivkovic (3); Michael Knauth (3); Konrad Wurst (2); Lukas Schweighofer (1)