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Interview mit Ibish Thaqi

Ibish Thaqi im Einsatz.



Ibish Thaqi im Gespräch über Training, die letzte Saison, den Ligaabbruch und die nächste Saison.

Auch wenn es eine unvollendete Saison war - wie lautet dein Fazit für das abgelaufene spusu LIGA Jahr 2019/20?
Ibish: „Es war kein leichtes Jahr für uns, aber sicherlich ein sehr lehrhaftes!
Wir haben einige gute aber auch einige weniger gute Spiele gemacht. Zudem haben wir etliche Partien (vor allem zu Hause) in den letzten Sekunden verloren. Vor allem mental war dies eine enorm schwierige Situation für uns. 

Fazit: Hunger und Wille nach dem höchsten Erfolg müssen wieder mehr werden!”

Wie geht man als Trainer mit einer Ausnahmesituation, wie wir sie die letzten 3 Monate hatten, um? 
Ibish: „Ruhig bleiben, es war ja für uns alle Neuland. Täglich gab es neue Informationen und Anweisungen da war es schwer etwas zu tun. Für uns lag der Fokus darin, dass alle gesund bleiben. Wir haben den Spielern auch Ruhe und Zeit zur Regeneration gegeben und versucht das Beste daraus zu machen.”

Welche Key Learnings kannst du als Trainer aus den letzten Monaten für die Zukunft mitnehmen? Gab es Momente, die dich besonders überrascht haben?
Ibish: „Überraschend war sicherlich, wie schnell sich das Virus verbreitet hat. Plötzlich ist man zu Hause und redet nur mehr über die Gesundheit! Hervorzuheben ist, dass die Spieler auch selbst aktiv waren und versucht haben den Trainingsplan so gut wie möglich umzusetzen.”

Schon vor dem Ligaabbruch stand fest, dass es einen großen Umbruch innerhalb der Mannschaft geben würde. Was hat sich auf welchen Positionen getan?
Ibish: „Ja es hat sich sehr viel getan! Es wird sicherlich ein großer Umbruch werden. Wir verlieren nicht nur etliche wichtige und langjährige Leistungsträger, sondern auch tolle Persönlichkeiten. Gleichzeitig ist es natürlich auch wieder eine große Chance mit neuen Spielern wieder jenen Hunger in die Mannschaft zu bekommen, mit welchem man neue bzw. große Ziele verfolgen kann. Neben einem neuen Tormann haben wir drei Spieler für den Spielaufbau unter Vertrag nehmen können.”

Auf was habt ihr bei den Spielerverpflichtungen besonders geachtet? Gibt es einen speziellen Spielertyp, den ihr verpflichten wolltet?  
Ibish: „Wir haben uns sehr lange und intensiv mit dem Scouting beschäftigt und viele, sehr viele, Spieler gescoutet. Es war uns wichtig, dass die neuen Spieler nicht nur spielerisch sondern auch charakterlich zur Mannschaft und vor allem zum Verein passen. Ein wesentlicher Punkt war es, die Mannschaft größer zu machen, um in der Abwehr noch kompakter zu sein. Gleichzeitig wollen wir kommende Saison auch von der zweiten Reihe noch torgefährlicher werden.

Mit Aleksandar Glendza (Montenegro) haben wir einen sehr guten jungen Spieler für uns gewonnen haben. Er kann vorne und hinten spielen und ist ein äußerst wurfgewaltiger Spieler. Mit Lukas Nikolic (Fivers Margareten) und Igor Vuckovic (UHC Hollabrunn) verstärken uns zwei sehr junge, aber auch sehr talentierte Spieler. Beide Spieler haben Krems als ihren nächsten Karriereschritt auserkoren. Das macht uns einerseits stolz, weil es unserer Philosophie entspricht, junge Spieler weiterzuentwickeln. Andererseits sind wir sehr zuversichtlich, dass uns beide Spieler auch auf dem Spielfeld bald tatkräftig unterstützen werden.

Zuletzt konnten wir mit Ivan Budalic (Kroatien) einen sehr guten und talentierten Tormann verpflichten. Er hat sehr viel Potenzial und schaltet auch sehr schnell auf Angriff um.”

Seid ihr noch auf der Suche nach dem ein oder anderen Spieler oder steht der Kader für 2020/21 bereits?
Ibish: „Ja, wir sind noch auf der suche nach einem rechten Aufbauspieler. Derzeit sind wir mit einigen Spielern in Kontakt. Wir werden uns die Zeit nehmen bis wir überzeugt sind, einen Spieler gefunden zu haben, der 100% zu uns passt.”

Auch wenn noch nicht klar ist, unter welchen Rahmenbedingungen die Saison 2020/21 gespielt wird - mit welcher Erwartungshaltung gehst du in die neue Spielzeit?
Ibish: „Das ist schwer zu sagen, wir werden uns auf jeden Fall bestmöglich vorbereiten und hoffen, dass wir im September mit der Meisterschaft beginnen können. Natürlich wünschen wir uns, dass auch unsere Fans mit dabei sein können! Das ist für uns alle ganz, ganz wichtig!”

Wie sieht es mit der langfristigen Planung aus. Haben sich die Zielsetzungen coronabedingt verändert?
Ibish: „Nein, ich denke wir haben die letzten Jahre eine sehr gute Arbeit im gesamten Verein gemacht. Der Verein ist gesund aufgestellt und wir wachsen fast täglich. Wir verfolgen ganz akribisch unsere langfristigen Ziele. Vor allem im Jugendbereich hat sich sehr viel verändert. Sowohl qualitativ als auch quantitativ haben wir unser Trainerteam sukzessive verstärken können, um den Kindern die bestmöglichen Trainingsbedingungen anbieten zu können. Alle Jugendtrainer und mein Trainerteam sind täglichen im Austausch. Ich denke, dass wir in 2 bis 3 Jahren schon die ersten Eigenbauspieler in der Kampfmannschaft begrüßen werden dürfen. Nichtsdestotrotz muss man Geduld haben, da es sich um einen stetigen Prozess handelt. Wir sind alle sehr stolz auf die Jugendlichen, die täglich sehr professionell trainieren. Sie haben eine große Zukunft in einem sehr guten Verein!”