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Große Reform der obersten Spielklassen



| spusu LIGA; Thomas Mayer

Am 17. April beschloss der Österreichische Handballbund in seiner Vorstandssitzung, in der auch die Mannschaften der spusu LIGEN vertreten waren, eine grundlegende Reform, die auch in weiten Teilen die beiden höchsten Spielklassen im Männer-Handball umfasst.

Ab der kommenden Saison besteht die spusu LIGA aus zwölf, statt wie bisher zehn, Mannschaften, die spusu CHALLENGE wird in eine Nord-Ost- und eine Süd-West-Staffel, mit jeweils bis zu maximal zehn Mannschaften, geteilt. Aufgrund dieser Reform wird es aus der laufenden Meisterschaft keine Absteiger aus der spusu LIGA und spusu CHALLENGE geben.

Neuer Modus – einfacher, fairer, planbarer
Bislang hat sich die Meisterschaft in insgesamt drei Meisterschaftsphasen unterteilt: die Hauptrunde, eine anschließende Bonus- bzw. Quali-Runde und die KO-Duelle zur Ermittlung des Meisters bzw. Absteigers.

Die Zwölferliga wird künftig in einer Hin- und Rückrunde ausgetragen, mit einer anschließenden KO-Phase. Die Top 8 qualifizieren sich dabei fürs Viertelfinale. Die verbleibenden vier Teams spielen in einem Abstiegs Play-Off um den Klassenerhalt (ein Fix-Absteiger).

Mit der Aufstockung auf zwölf Vereine soll die spusu LIGA zusätzlich an Attraktivität gewinnen, die Professionalisierung der Vereine weiter vorangetrieben und zusätzliche Regionen hinzugewonnen werden.

Future Teams lösen U20-Bewerb ab
Die U20 Teams werden in „Future Teams“ umgewandelt, um diesen Bewerb als Übergangsbewerb in die Kampfmannschaften aufzuwerten.

Für die künftigen Future Teams sind alle Spieler des ältesten U16 Jahrganges und älter spielberechtigt. Für jeden Spieler über 20 Jahre muss mindestens ein Spieler unter 20 am Spielbericht aufscheinen. Der Spielbetrieb der Future Teams ist in den kommenden drei Saisonen an jenen der jeweiligen Mannschaft der spusu LIGA, bzw. spusu CHALLENGE gekoppelt. Mit Ausnahme der Future Teams der spusu LIGA Vereine aus Vorarlberg und Tirol. Diese werden bereits ab der kommenden Saison an der West-Staffel der spusu CHALLENGE teilnehmen.

Ab der Saison 2024/25 sollen alle Future Teams von den Kampfmannschaften entkoppelt werden und als eigenständige Teams antreten. Dazu ist geplant, eigene Regionalligen in Ostösterreich zu etablieren, an denen auch die aufstrebenden Mannschaften der Landesliga teilnehmen können. Dem Leistungsgedanken entsprechend, werden alle Future Teams bis zur zweiten Liga auf- und auch bis in die jeweilige Landesliga absteigen können.

UHK und Langenlois planen Bundesligamannschaft

Aufgrund der Teilung der spusu CHALLENGE in eine Ost- und West-Staffel, planen der USV Langenlois Handball und der ERBER UHK Krems eine Bundesligamannschaft aufzubauen.
Hierdurch können junge Talente besonders gefördert und gefordert werden, um mittelfristig in der obersten Spielklasse eingesetzt zu werden.

Elite Cup

Im Sinne einer sportlichen Entwicklung werden die Bewerbe in der U14, U16 und U18 überregional gespielt (Elite Cups), wobei die Vereine der spusu LIGA im Rahmen einer sportlichen Lizenzierung Teams stellen müssen.

Christoph Edelmüller, Geschäftsführer spusu LIGA & spusu CHALLENGE: „Jetzt gilt es diese Reform mit Leben zu füllen. Wir wollen die nächsten Schritte setzen. Es gibt noch einige Bereiche, in denen wir uns substantiell im österreichischen Handball noch weiter entwickeln wollen und müssen. Zwei der nächsten großen Meilensteine sollen im Bereich der Lizenzierung und des Qualitätsmanagements erzielt werden. Die Zwölferliga ist für uns eine große Chance, in noch mehr Regionen zu kommen, dadurch unseren Partnern noch mehr Vermarktungsflächen zu bieten und, hoffentlich bald auch wieder mit Fans in den Hallen, Handball vor Ort auf Toplevel präsentieren zu können. Auch die Erweiterung der zweiten Liga sehen wir als große Chance, den Handball in Österreich noch breiter zu positionieren. Wir werden aller Voraussicht nach künftig in insgesamt acht Bundesländern eine Mannschaft in der ersten und/oder zweiten Liga stellen."

Werner Lint, sportlicher Leiter des ERBER UHK Krems zur Reform der Liga: „Wie sich die Änderungen im Modus und die Aufstockung der Liga auswirken, wird sich erst in den nächsten Jahren zeigen. Auf jeden Fall ist der Modus mit Hin- und Rückrunde der zwölf Teams sowie den anschließenden Play-Off Spielen fairer als der bisherige Ablauf. Auch, dass es heuer keinen Absteiger geben wird, finde ich sehr fair. Einige Teams wurden ja von Corona stark gebeutelt und konnten daher nicht in stärkster Besetzung antreten.
Wir beschreiten mit einer zweiten Männermannschaft für uns unbekannten Boden. Mit dem Aufbau einer Mannschaft für die Bundesliga gemeinsam mit Langenlois, wollen wir aber unseren Ausbildungsweg konsequent weitergehen. Junge Spieler sollen die Gelegenheit bekommen mehr Erfahrung und Spielpraxis zu sammeln. Dadurch soll ein fließender Übergang zwischen Jugend- und Kampfmannschaft erfolgen. Für uns ist es ein großer Schritt und eine Herausforderung, die wir aber bereit sind gemeinsam mit unseren Freunden aus Langenlois anzunehmen.