Stefan, wie bist du mit dem bisherigen Vorbereitungsprogramm zufrieden und sind alle Spieler fit?
Die Vorbereitung läuft sehr gut, ich bin zufrieden. Zu Beginn haben wir sehr viel trainiert und die Spieler waren müde und sie hatten natürlich schwere Beine. Es wird aber jetzt laufend besser, dies hat man bereits gegen West Wien gesehen und natürlich heute gegen Ferencvaros Budapest. Diese Vollprofimannschaft ist auf Platz 6 in der ungarischen Liga und sehr kampfstark. Natürlich haben wir noch Reserven, so zum Beispiel in unserem Abwehrverhalten. Aber wir kommen immer besser auf Linie.
Leider hat Kapitän Georg Chalupa einen Muskelfaserriss im Unterschenkel. Dies schmerzt natürlich sehr, er spielte im Herbst eine sehr gute Saison und er fehlt natürlich. Dies versuchen wir jetzt zu kompensieren. Ich hoffe, dass uns Georg bald wieder zur Verfügung steht, es wird aber noch eine Zeit dauern. Er wird natürlich selbst auch alles unternehmen um so bald wie möglich der Mannschaft helfen zu können.
Du sprachst in einem Interview über die mangelnde Chancenauswertung und fehlende Konstanz unserer Mannschaft. Wie kannst du das jetzt im Training verbessern?
Wurftraining machen wir genug, daran liegt es nicht. Das Ganze ist eine Konzentrationssache. Wir haben jetzt sehr gut und viel trainiert, die Spieler haben jetzt wesentlich bessere Laktatwerte als zuvor. Wenn ein Spieler, z.B. wegen Übermüdung nicht mehr topfit ist, beginnen die Konzentrationsfehler und er kann daher den Abschluss nicht so suchen, wie es sich gehört. Wir haben daran gearbeitet und es liegen jetzt sehr gute Laktatergebnisse der Spieler vor.
Wenn wir unsere Chancen nützen und dann die notwendigen Tore schießen, ist automatisch auch die Konstanz vorhanden.
Die Vereine rückten in diesem Jahr von der Qualität her sehr zusammen. Jeder Punkt ist wichtig. Sind wir mit den meisten Bonuspunkten im Vorteil gegenüber den anderen Vereinen?

UHK Trainer Stefan Szilagyi zeigt den Weg.
Das mit den Bonuspunkten ist natürlich eine super Ausgangssituation, gleichzeitig aber auch gefährlich. Wir können uns nicht darauf ausruhen, sondern müssen so spielen, wie wenn wir mit null Punkten beginnen würden. Wir müssen schauen, dass wir schnell in unseren Rhythmus finden. Auch die Möglichkeit, alle Heimspiele zu gewinnen, wird nicht so einfach werden, bei der Qualitätsdichte der Vereine. Auch darauf können und werden wir nicht bauen. Es ist zwar eine Phrase, trotzdem, wir schauen von Spiel zu Spiel und werden uns auf jedes Spiel perfekt vorbereiten, dann sind wir bestens beraten.
Uros Lazarevic sagte mir im Interview, durch die Dichte der Vereine muss man immer das Maximum geben. Müssen die Spieler nicht auch Reserven für eventuelle Halb- und Finalspiele aufheben? Kannst du dies beim Austauschen ev. berücksichtigen und die Leistungsträger etwas schonen?
Darauf kann man nicht spekulieren und jetzt haben wir auch noch den momentanen Verlust von Georg. Aber ich versuche natürlich bei meinen Auswechslungen darauf Rücksicht zu nehmen, obwohl dies die Zuschauer nicht immer verstehen, wenn es gut läuft und ich nach 15 Minuten Wechsel vornehme. Natürlich muss man auch nach vorne blicken und darf die Spieler nicht überfordern. Ich werde daher weiter Rotationen vornehmen, denn es ist wichtig, dass die Spieler auch bei möglichen Finalspielen Kräfte haben und psychisch gut drauf sind. Es ist auch mein Ziel, dass jeder Spieler in Form bleibt und nicht sechsmal durchspielt und dann ab dem siebenten Spiel kaputt ist. Ich denke mit meinen Rotationen auf alle Fälle auch langfristig.
Hast du anlässlich der EM in Serbien neue Erkenntnisse gewinnen können?
Was natürlich sofort auffällt, ist das Fehlen von Tempospiel, das Fehlen der schnellen Mitte. Auf Grund der dicht gedrängten Spieltermine verlagert sich sehr viel in die Positionsangriffe. Negativ fallen mir natürlich die vielen Stürmerfouls auf, die die Schiedsrichter pfeifen, obwohl die Stürmer aus der Bewegung kommen. Ich hoffe, dass sich dies nicht auch in unserer Liga niederschlägt und unsere Schiedsrichter nur das Positive übernehmen.
Auffallend sind natürlich die ausgezeichnete Abwehr- und die Torhüterleistungen. Dies ist das richtige Rezept zum Gewinnen.
Das erste Spiel beginnt gleich mit Innsbruck, einem Gegner, gegen den wir uns zuletzt immer schwer taten. Mit welchen Mitteln können wir die Tiroler am besten bekämpfen?
Natürlich beschäftigen wir uns auch mit dem ersten Heimspiel gegen Innsbruck am 11. Februar. Die Tiroler haben eine ausgezeichnete Aufbaureihe und wir hatten auch mit ihren Torleuten immer Probleme. Ich werde die Mannschaft darauf maximal vorbereiten. Ich glaube, wenn wir unsere Chancen richtig ausnützen, werden wir auch das Spiel gewinnen.

Wir wünschen Kapitän Georg Chalupa baldige Genesung
Der Start ins Meister-Play-Off (MPO) erfolgt am 11. Februar. In der Kremser Sporthalle empfängt der Moser Medical UHK Krems die aufstrebende Mannschaft von HIT medalp Tirol.
Spielbeginn ist um 19 Uhr. Das Vorspiel der U20 Mannschaften beginnt um 17 Uhr.
Eine Spielvorschau erfolgt Ende nächster Woche.
| < Zurück | Weiter > |
|---|





